Grönland

Grönland – die größte Insel der Welt

Grönland ist schon ein eher untypisches Reiseland. Aber sind wir doch mal ehrlich: einen schönen Urlaub zu machen gehört hin und wieder einfach dazu und ist ein Luxus, den viele Menschen in ihrem Leben nicht missen möchten. Viele Menschen suchen auf ihren Reisen die Möglichkeit sich einmal von Grund auf zu erholen und neue Eindrücke von der Welt wie in zu sammeln. Leider ist es aber so, dass viele schöne Reiseziele inzwischen dem Massentourismus zum Opfer gefallen sind. Es fällt dort schwer zu entspannen, denn um einen herum herrscht so viel Trubel, dass man weder die Landschaft noch die kulturellen Sehenswürdigkeiten wirklich genießen kann.

eisbaeren auf groenland
Kein Tier ist so typisch für Grönland wie der Eisbär.

Eine Ausnahme hiervon ist allerdings ein Urlaub auf der arktischen Insel Grönland, denn diese ist als Ziel für Reisen noch ein echter Geheimtipp und entsprechend bleibt man dort von Massentouristen absolut verschont. Gerade wer gerne ein echtes Abenteuer erleben oder einfach die Ruhe der Natur genießen möchte, ist hier richtig. Wintersport ist hier ganzjährig möglich und die raue Schönheit der größten Insel der Welt  mit ihren Gletschern, Fjorden, glasklarem Eiswasser und fischreichen Flüssen lockt den Erholungssuchenden an.

Eine besondere Tierwelt (mit Eisbären, Polarhasen, Polarfüchsen, Robben, Walen und Papageientauchern) und eine eisige, imposante Landschaft, die viele Möglichkeiten zu ausgefallenen Aktivitäten bietet, sorgen dafür, dass ein Urlaub auf Grönland zu einem Erlebnis wird. Obwohl in dieser Region bislang noch eher wenige Urlauber anzutreffen sind, findet man dort eine immer besser touristische Infrastruktur mit Restaurants und Hotels, die durchaus internationalen Standard bieten. Alternativ kann man aber auch in Jugendherbergen, Wandererheimen, Seemannsheimen, Privatunterkünften oder Schafzüchtern unterkommen. Auch Camping ist an vielen Stellen erlaubt und ist im Sommer eine kostengünstige Alternative. Was die Unterkunft auf der Insel also angeht, gibt es viele Möglichkeiten.

Die riesige Insel ist wirklich ein ganzjähriger Wintertraum mit Möglichkeiten im Bereich Skifahren, Eislaufen, Eisangeln, Hundeschlittenfahren und Schneewandern, aber viele Täler und Landschaften im Süden der Insel sind im Sommer grün, voller arktischer Vielfalt und Leben. Die langen Tage und die Lichtverhältnisse lassen dann eine glitzernde Welt wie auf einem anderen Planeten entstehen.

Viele Menschen sind auch von der Kultur der Inuit fasziniert. Über Jahrhunderte lebten diese Menschen isoliert ein Leben der Jäger im Einklang mit der Natur. Unter extremsten Wetterbedingungen lernten sie sich mit der mächtigen Natur des Nordens zu arrangieren. Man jagte die heimische Tierwelt, aber verwertete nahezu alles, was die Natur abwarf. Auf Ihrer Reise werden Sie diese Menschen kennenlernen und sicherlich von dem Lachen und der Herzlichkeit beeindruckt sein.

Ein Urlaub auf Grönland ist daher in vielerlei Hinsicht unvergesslich und etliche Reisende kommen regelmäßig wieder auf die Insel des Eises!

 

Allgemeines

Wenn man eine Reise nach Grönland unternehmen möchte, dann muss man natürlich auch einige Besonderheiten beachten. Denn obwohl sich die Infrastruktur in den letzten Jahrzehnten deutlich verbessert hat, ist die Insel immer noch ein sehr spezieller Ort, der sich von anderen Reisezielen durchaus in einigen Punkten unterscheidet.

Klima

Das Klima in Grönland wird als subpolar bis polar eingestuft. Allerdings gibt es einige regionale Unterschiede, die durchaus deutlicher sind, als man zunächst vermutet. Insbesondere der Westen und Südwesten  der Insel profitiert von dem Grönlandstrom, einer Meeresströmung. Der Grönlandstrom wird über den Golfstrom und dem Nordatlantischen Strom mit relativ warmen Wasser verorgt. Hierdurch ist die Westküste weitgehend eisfrei. Generell gilt, dass das Wetter und die Winderverhältnisse auf der Insel schnell umschlagen können.

Wenn er Grönland verläßt, fließt er Richtung Süden weiter und dort als Labradorstrom Nordamerika beeinflusst. Zur Zeiten Eriks des Roten und den darauf folgenden Jahren befand sich Grönland wie andere Teile Europas in der Mittelalterlichen Warmzeit. Später wurde es deutlich kälter und in den letzten Jahren ist wieder vielerorts eine deutliche Erwärmung festzustellen.

Im Sommer werden in den wärmeren Regionen auf Grönland durchaus Temperaturen um die 20 °C gemessen. Verbunden mit der Mitternachtssonne kann man dann die grünen Täler und Flüsse, sowie die durchaus blühende wenn auch herbe Natur genießen. Die Grönländer hoffen außerdem, dass durch die Klimaerwärmung besser touristische aber auch landwirtschaftliche Möglichkeiten entstehen werden.

Die richtige Reisesaison

Wenn man Grönland bereisen möchte spielt die Wahl der richtigen Saison eine wichtige Rolle, denn nur wenn man diese bedenkt kann man auch zu einer Zeit reisen, in der man das geboten bekommt, was man sich wünscht. Es ist da durchaus lohnenswert auch einmal Reiseberichte und Erfahrungen zu lesen, von Menschen, die bereits in Grönland waren. In der Frühjahrssaison wird es zum Beispiel bereits wieder etwas sonniger, dennoch sind Wintersport und Fahrten mit dem Hundeschlitten hier die besonderen Aktivitäten, wer dies also gerne einmal erleben möchte, für den ist diese Saison genau richtig, sie beginnt etwa im März oder April und dauert bis zum Juni an. Dann beginnt die Sommersaison, in der das Eis in den Fjorden geschmolzen ist. Nun kann man auf Grönland Schiffsfahrten genießen, zu den Gletschern fahren und noch einiges mehr. In dieser Zeit ist das Klima überraschend mild, so dass die Stimmung nicht ganz so winterlich ist. Die Wintersaison, die vom November bis zum Februar geht, ist vor allem interessant, weil man zu dieser Zeit die ganze arktische Schönheit der Region erleben kann. Die Nordlichter, Wintersport und Hundeschlittenreisen, aber auch noch einige andere Höhepunkte machen diese Saison besonders interessant und reizvoll.

Vorschriften für Pässe und Visa

Was man bei einer Reise nach Grönland auf jeden Fall bei sich haben muss ist ein Reisepass, der auch noch für mindestens 3 Monate gültig sein muss. Kommt man aus bestimmten Ländern muss im Vorfeld auch ein Visum beantragt werden. Aufenthalte für mehr als 3 Monate erfordern eine gesonderte Erlaubnis, die allerdings für Bürger aus EU Staaten nicht erforderlich ist. Beantragt werden kann diese direkt bei der Polizei auf Grönland.

Anreise und Fortbewegung vor Ort

Für die Anreise auf die Insel empfiehlt es sich, mit einem Schiff zu fahren oder aber zu fliegen, da dies die bequemsten Möglichkeiten sind. Vor Ort ist ein Auto nicht unbedingt sinnvoll, da es je nach Saison eher schwierig sein kann, sich mit einem solchen fortzubewegen. Allerdings besteht auf der Insel eine recht gute Abdeckung mit verschiedenen öffentlichen Verkehrsmitteln oder auch Hundeschlitten, die man nutzen kann, wenn man sich fortbewegen möchte.
 

 

Basisdaten

Wenn Sie Grönland bereisen, sollten Sie auch die wichtigsten Fakten kennen:

Symbole (Flagge und Wappen):

 
groenland flagge
Flagge von Grönland

Die Flagge Grönlands wird auch als Erfalasorput („unsere Flagge“) oder Aappalaaroq („die Rote“) bezeichnet. Letzteres kann aber auch für den Danebrog stehen. Entworfen wurde die interessante Flagge von Thue Christiansen. Seit dem 21. Juni 1985 ist sie offiziell. Neben der grönländischen Flagge wird auch der dänische Danebrog im Land gehisst. Der weiße Streifen steht für die Gletscher der Insel, der rote für den Ozean, die Halbkreise stehen für die Fjorde (rot) und Eisberge (weiß).

 
grönland staatswappen
Wappen von Grönland

Steckbrief:

Name: Kalaallit Nunaat (grönl.), Grønland
Lage: Arktisches Nordamerika
Politisch: autonome Nation innerhalb Dänemarks (seit 1979)
Fläche: 2,166 Mio. qkm (größte Insel der Erde)
Einwohner: ca. 57.000
Bev.-Dichte: 0,026 Einwohner/qkm (vergl. Deutschland: 229)
Ethnien: Inuit, Minderheiten von Dänen u.a. Europäern
Religion: 98 % Protestanten
Amtssprachen: Grönländisch (Kalaallisut), Dänisch
Hauptstadt: Nuuk (Godthåb), ca. 18.000 Einwohner
Verwaltung: 4 Großkommunen (Qeqqata Kommunia, Kommuneqarfik Sermersooq, Kommune Kujalleq und Qaasuitsup Kommunia)
Staatsoberhaupt: Königin von Dänemark
Regierungschef: Premierminister
Nationalfeiertag: 21. Juni
Nationalhymne: Nunarput utoqqarsuanngoravit
Währung: Dänische Krone
Wirtschaft: Fischerei, Schafzucht, Landwirtschaft, Tourismus, Bodenschätze
Klima: Subpolar bis Polar
Höchster Berg: Gunnbjørns Fjeld (3.694 m)
Zeitzonen: 4 Zeitzonen von UTC+0 bis UTC-4
Kfz-Kennzeichen: KN
Internet-TLD: .gl

 

Flora & Fauna

Die Flora & Fauna Grönlands ist artenreich, vielerorts sogar üppig. Im Staatswappen findet man den Eisbären und das hat seinen Grund, denn kein anderes Tier steht international so typisch für Grönland wie dieser Vertreter. Die Inuit nennen ihn übrigens „Nanuq“. Aber es gibt noch viele andere Tiere auf der größten Insel der Erde.

Eine großten Teil der weltweiten Moschusochsen findert man mittlerweile ebenfalls hier oben in arktischen Gefilden. Bekannt ist Grönland auch für seine vielen Walarten, die mehr und mehr das touristische Potential in Form von Walsafaris zum Ausdruck bringen. Vor den Küsten findet man u.a. Grönlandwale, Buckelwale, Beluga und Minkwal. Außerdem natürlich verschiedene Robbenarten und Walrosse. Auch die Gewässer sind mit Beständen von Dorsch, Lachs und Steinbeißer recht fischreich.

Hinzu gesellt sich eine üppige Vogelwelt mit Papageientauchern, Eiderenten, Odinshühnchen und Alpenschneehühnern. Es gibt vereinzelt sogar Falken und Seeadler. Polarhasen und -Füchse sind ebenfalls zu finden, genauso wie Hermelin, Lemminge und Polarwölfe. Verschiedene Arten sind allerdings nur in den abgelegenen Gebieten zu finden. Übrigens befindet sich der größte Nationalpark der Welt auf der Insel, der Nordost-Grönland-Nationalpark wurde 1974 errichtet und umfasst seit 1988 weite Teile der Insel (Nordosten). Seit 1977 ist er außerdem ein internationales Biosphärenreservat.

Neben dieser reichhaltigen Tierwelt, gibt es auch einige interessante Pflanzen hier. Natürlich herrschen Moose, Flechten und Pilze vor. Im äußersten Süden findet man aber auch kleine Birkenwälder und höhere Weiden. Es gibt auch größere Farne, Nationalblume ist allerdings das Arktische Weidenröschen.

 

Geschichte

Die Geschichte Grönlands ist spannender als man zunächst vermuten würde. Über die Beringstraße wanderten um ca. 3000 v. Chr. die ersten Inuit aus Asien ein. Es folgten um ca. 2500 v. Chr. andere Einwanderer wie z.B. die Saqqaq-Kultur. Diese wurde nach dem Ort Saqqaq an der Diskobucht benannt und bildet die Kultur mit den meisten prähistorischen Fundstätten auf der Insel (insbesondere im Sisimiut-Distrikt und um Nuuk).

Der Wikinger Gunnbjörn wird auf seiner Fahrt von Norwegen nach Island vom Kurs abgetrieben und entdeckt um 875 n. Chr. Grönland. Er geht aber nicht an Land. Ihm zu ehren heißt noch heute der höchste Berg des Landes Gunnbjørn Fjeld (3.694 m).

 
drachenboot
Die Wikinger entdeckten einst Grönland, bevor sie nach Amerika kamen (c)

Im Jahre 982 wird Erik der Rote für 3 Jahre von Island verbannt. Er hatte zuvor im Streit zwei Nachbarn erschlagen. Da er von den Erzählungen Gunnbjörns gehört hatte, machte er sich Richtung Nordwesten auf und landet im Südwesten Grönlands. Zu dieser Zeit ist gerade eine klimatische Erwärmung eingetreten, so dass es durchaus grüne Täler, lichte Wälder und fischreiche Flüsse auf Grönland gibt. Begeistert nennt Erik die Insel daher „Grünland“, wovon der heutige etwas irreführende Name stammt.

Nach Verbüßung seiner 3-Jährigen Verbannung macht er sich zurück nach Island und wirbt dort für die Landnahme. Da Island seine vielen neuen Zuwanderer nicht mehr ernährt bekommt, findet er viele Mitreisende. Mit einigen Schiffen machen sich etliche Familien gemeinsam mit Erik 986 nach Grönland auf, allerdings bleiben bereits einige durch Stürme und Eisberge auf der Strecke. Nur 14 der 25 Schiffe kommen in der neuen Heimat an.

Schnell kommt Kritik auf, denn die Insel wirkt auf viele nicht so gastlich wie Erik es ihnen beschrieben hatte. Außerdem sind viele erstaunt, dass die Insel mit den Inuit bereits andere Einwohner hat, die nicht sonderlich erfreut über die Neuankömmlinge sind. Die Wikinger sind jedoch Widerstand und hartes Klima gewohnt und besiedeln weite Teile Südgrönlands. Fortan nennen sie sich Grænlendingar. Noch heute findet man Überreste von Wohnsiedlungen, Bauernhöfen und Kirchen.

Im Jahre 1000 wird Leif Eriksson, ein Sohn Eriks des Roten und späterer Entdecker Amerikas Christ. Die Wikinger in Grönland schließen sich diesem Glauben an. Eriksson entdeckte vermutlich Labrador und Neufundland und nannte es „Vinland“. Der Handel zwischen Nordamerika und Grönländern blüht. Die Grönländer profitieren von der Üppigkeit Nordamerikas und decken sich mit Holz, Wein und Fellen ein. Siedlungen der Wikinger können sich jedoch nicht halten und sind bis heute historisch umstritten.

In den Folgejahren wird die Versorgung aber zunehmend schwierig, das Klima verschlechtert sich zudem. Um 1550 sind alle Grænlendingar ausgestorben. Bis heute ist umstritten, worin die Gründe (Krankheiten, Hunger, Kämpfe mit Inuit) für ihr Verschwinden begründet sind.

Grönland gerät zunächst in Vergessenheit. Ab 1721 entstehen Stützpunkte dänischer Walfänger. Ab dieser Zeit beginnt der dänisch-norwegische, protestantische Pfarrer Hans Egede mit der Missionierung der Inuit. Auch viele deutsche Missionare kommen ins Land, so dass noch heute viele deutsche Nachnamen auf Grönland vertreten sind.

Ab 1776 erhält der Kongelige Grønlandske Handel (KGH) das Handelsmonopol für die Insel. Dieser nimmt auch die Verwaltung des Landes wahr. Mehr und mehr verstärkt sich der Walfang, es kommen dadurch immer wieder Seeleute aus Skandinavien, Holland und Deutschland nach Grönland.

1814 fällt im Frieden von Kiel zwischen Dänemark und Norwegen die Insel Grönland endgültig an Dänemark. Ab 1862 versucht man die Inuit an der Verwaltung mehr zu beteiligen, außerdem wird eine kommunale Verwaltung eingeführt.

Norwegen versuchte nach dem Ersten Weltkrieg Besitzansprüche geltend zu machen, gibt aber 1933 einem Schiedsspruch des Internationalen Gerichtshof in Den Haag seine Forderungen auf.

Nachdem Dänemark 1940 von der deutschen Wehrmacht besetzt wird, Grönland wird dagegen von den US-Amerikaner als wichtiger Stützpunkt genutzt.

1951 wird die Insel zum dänisch-amerikanischen Verteidigungsgebiet innerhalb der NATO erklärt, ein Jahr zuvor erlischt das dänische Handelsmonopol. 1953 wurde Grönland offiziell eine Provinz Dänemarks und entsendet 2 Abgeordnete in das dänische Parlament (Folketing). Von 1955 – 1987 bestand in der dänischen Regierung ein spezielles Grönlandministerium. Die Infrastruktur der Insel wurde deutlich verbessert, zuständig war hierfür bis 1987 die    Grønlands Tekniske Forvaltning (GTO). Die Versorgungslage wird garantiert durch Flugzeuge, Hubschrauber und Eisbrecher. Viele Standards im sozialen Bereich entsprechen dem dänischen System. Allerdings hat die traditionelle Kultur der Inuit hierunter zu leiden und die Umstellung einer Jägernation in eine industrielle Gesellschaft bringt durchaus soziale Probleme mit sich, die bis heute anhalten.

Die grönländische Nationalbewegung erreicht 1979 eine Autonomie von Dänemark mit eigener Regierung und Parlament. Erster Premier wird Jonathan Motzfeldt. Die Überfischung grönländischer Meeresgebiete durch europäische Fischereiflotten hat starken Widerstand zur Folge. Im Gegensatz zu Dänemark tritt daher 1985 Grönland aus der Europäischen Gemeinschaft aus.

Seit 2007 wird in den internationalen Medien vermehrt über Grönland berichtet. Insbesondere im Rahmen des Klimawandels rückt die Insel ins Interesse der Weltöffentlichkeit. Wirtschaftlich bedeutend sind auch die großen Rohstoffvorkommen auf der Insel und in den Gewässern des Landes. Durch das Abschmelzen des Eispanzers erhofft man sich eine Ausbeutung der Ressourcen. Auch die Grönländer blicken diesbezüglich positiv in die Zukunft. Durch eine Klimaerwärmung hoffen viele Einheimische auch auf bessere Möglichkeiten für die Landwirtschaft.

Seit 2009 sind weitere Kompetenzen von Dänemark an die Autonomieregierung Grönland übergegangen. Unter anderem übernimmt sie nun auch die Bereich Polizei, Justiz und Küstenschutz vollständig. Grönländisch wird offizielle Landessprache.
 

Status

Grönland ist in einem besonderen Autonomie-Status mit Dänemark verbunden. Seit dem 01. Mai 1979 hat die Insel Selbstverwaltung mit innerer Autonomie (hjemmestyreloven). Es hat ein eigenes Parlament (Landsting) und eine eigene Regierung (Hjemmestyre). Dieser steht der Premierminister vor.

Lange Zeit war dies Jonathan Motzfeldt. Er gilt als eine der wichtigsten Politiker des Landes. Grönland gilt als eigene Nation im dänischen Königreich. Dieser Sonderstatus ermöglichte dem Land in den letzten Jahren eine weitreichende Selbstverwaltung auf der einen Seite, und großzügige Unterstützung insbesondere finanzieller Art aus Dänemark. Grönland entsendet ähnlich wie die Färöer-Insel zwei Abgeordnete in das dänische Parlament, außerdem ist die Königin von Dänemark auch Staatsoberhaupt.

Trotzdem ist das Verhältnis zwischen Grönländern und Dänen nicht einfach. Wer den Roman und Film „Fräulein Smillas Gespür für Schnee“ kennt die Problematik vielleicht etwas. Es gibt besonderes in letzter Zeit mehr und mehr Stimmen, die für eine endgültige Unabhängigkeit der Insel von Dänemark eintreten. Seit 21. Juni 2009 wurde die Autonomie erweitert um die Bereiche Polizei und Justiz sowie der Küstenschutz. Der Status des Grönländischen wurde gestärkt, es ist nun Landessprache.

Bekannte Parteien sind Siumut, Inuit Ataqatigiit, Kattusseqatigiit und Atassut. Daneben gibt es die oft von den Dänen gewählte Partei der Demokraten. Seit 1985 ist Grönland nicht mehr Mitglied der EG. Es ist allerdings Mitglied im Nordischen Rat (Zusammenarbeit mit Norwegen, Schweden, Dänemark, Finnland, Island, Färöer, Aland-Inseln) und ist mit Island und den Färöern über den Westnordischen Rat verbunden.

 

Medien

Für seine relativ geringe Einwohnerzahl ist Grönland mit zahlreichen Medien ausgestattet. Der staatliche Mediensender heißt Kalaallit Nunaata Radioa (KNR) und hat seinen Sitz in der Hauptstadt Nuuk. Daneben gibt es auch dänische Medien in Grönland zum Empfang.

Eine bekannte Zeitung ist u.a. die Sermitsiaq AG (Atuagagdliutit/ Grønlandsposten). Sie erscheint zweimal wöchentlich in Grönländisch und Dänisch. Auch dieses Medium hat seinen Sitz in Nuuk, genauso wie Nuuk TV.

Ansonsten hat man als Urlauber verschiedene Möglichkeiten insbesondere auch über Internet Zugang zu internationalen Medien zu erhalten. Insbesondere in Nuuk hat man daher kaum Probleme auch mit den neuesten Nachrichten weltweit versorgt zu werden.

 

Kultur

Es ist schwierig von einer grönländischen Kultur zu sprechen, denn es gibt natürlich große Unterschiede zwischen Grönländern und der dänischen Minderheit. Während die Dänen noch viele Traditionen und Sitten vom Festland ausleben, ist die Kultur der Inuit eine völlig andere.

Im Bereich des Kunsthandwerk sind von ihnen insbesondere die Schnitzerein wie die Tupilak erwähnenswert. Diese Figuren sind aus Walrosselfenbein geschnitzt und in der Regel kleiner als 20 cm. Dieses hat durchaus spirituellen Charakter, wird aber von vielen auch als Sammelobjekt geschätzt.

Auch die verschiedenen Trachten der Grönländer sind auffällig. Sie werden an Festen, zur Einschulung am Nationalfeiertag oder auch privaten Zwecken getragen. Natürlich gibt es auch auf Grönland landestypische Feste und allgemeine, wie sie auch in Mitteleuropa gefeiert werden. Besonders bekannt ist Grönland natürlich auch als Sitz des Weihnachtsmannes. Sein Haus steht etwas außerhalb von Uumannaq an der mittleren Westküste am Robbenherzberg. Weltweit schreiben zahlreiche Kinder dem Weihnachtspostamt auf Grönland. 

Es gibt viele Länder, die für sich beanspruchen die Heimat des Weihnachtsmannes zu sein. Grönland ist da sicherlich einer der glaubhaftesten Vertreter.

Daneben gibt es einige bemerkenswerte Musikgruppen von der Insel, wichtigste Namen sind hier im Bereich des Rock Chilly Friday und Disco Democratic Republic. Sogar Hip Hop-Freaks finden mit Nuuk Posse einen Vertreter auf Grönland, Angu Motzfeldt erhielt 2006 die Goldene Schallplatte des Landes und ist einer der bekanntesten Sänger und Songwriter, der auch schon in den dänischen Charts war. Weitere Namen sind Tupaarnaq Mathiassen und der Schauspieler und Sänger Rasmus Lyberth, der auch international bekannt ist.

 

Sport

Auch in Grönland wird Sport getrieben. Weltbekannt ist die Insel natürlich vor allem durch Sportgeräte wie das Kajak oder bei Frauen das Umiak. Kajakfahrten ist in vielen Ländern ein beliebter Freizeitvertrieb aber auch Sport geworden. Die Grönländer wachsen zum Teil immer noch mit diesen Booten auf und beherrschen oft noch die Eskimorolle.

fussball nationalmannschaft groenland
Die Fußball-Nationalmannschaft von Grönland

Insbesondere während der Thule-Kultur war das mit Robbenhaut bespannte Boot ein wichtiges Utensil zum fischen. In einem arktischen Land sind natürlich auch die meisten traditionellen oder modernen Wintersportarten beliebt. Seit 1999 findet im westgrönländischen Uummannq am gleichnamigen Fjord jährlich im übrigen als besonderes Kuriosum die Weltmeisterschaft im Eisgolf statt.

Also alles nur Eis? Nein, denn die Zeiten haben sich geändert und heute spielen junge Grönländer auch gerne Mannschaftssportarten wie Handball und Fußball.

Im Handball hat die Nationalmannschaft schon einige WM-Teilnahmen vorzuweisen. Die Heimspiele werden ausgetragen in der immerhin 1.000 Menschen fassenden Godthåbhallen. Nicht weit davon befindet sich das Nuuk-Stadion. Hier spielt die grönländische Fussballnationalmannschaft, die allerdings immer noch nicht Mitglied in den Internationalen Fussballverbänden werden kann. Es bleibt zu hoffen, dass sich das bald ändert und man bald auch die Kicker aus Grönland bei internationalen Qualifikationen oder gar Turnieren anfeuern kann.

 

Orte und Regionen

Grönland wird eingeteilt in die Regionen bzw. Großkommunen: Qeqqata Kommunia, Kommuneqarfik Sermersooq, Qaasuitsup Kommunia und Kommune Kujalleq. Hinzu kommt der keiner Kommune angehörende Nordost-Grönland-Nationalpark im Nordosten der Insel. 

Diese Aufteilung ist der Ergebnis einer Kommunalreform, die verschiedene Dörfer und Städte zusammengefasst hat. Die alte Aufteilung bestand aus 18 Kommunen: Nuuk, Sisimiut, Uummannaq, Ilulissat, Nanortalik, Qaqortoq, Narsaq, Ivittuut, Paamiut, Maniitsoq, Kangaatsiaq, Aasiaat, Qasigiannguit, Qeqertarsuaq, Ammassalik, Upernavik, Ittoqqortoormiit und Qaanaaq (Thule) aufgeteilt.

Sermersooq

Sermersooq ist die bevölkerungsreichste Großkommune des Landes. Sitz der Kommunalverwaltung ist die grönländische Hauptstadt Nuuk. Sehenswert in Nuuk (in der Stadt gibt es auch Hotels) sind u.a. die Universität, die sich in der ehemaligen Missionsstation Neu-Herrnhut befindet. Besucht werden kann außerdem die Erlöserkirche und das Nationalmuseum, wo man mehr zu Grönland und seiner Geschichte und Tradition erfährt.

Die Infrastruktur ist relativ gut und es gibt Hotels, Restaurants sowie gute Einkaufsmöglichkeiten. Sogar Nachtleben und Clubs gibt es hier. Außerdem gibt es hier den Internationalen Flughafen Nuuk sowie das Nuuk-Stadion, wo der IL Nuuk und B-67 Nuuk spielen, sowie die Nationalmannschaft. Eine kulinarische Spezialität der Region ist südgrönländisches Lamm, dass man unbedingt probieren sollte.

Der Ort Ivittuut wurde einst bekannt als Abbauort von Kryolith (Eisstein). Paamiut ist wegen seiner Landschaft besonders bei Wanderern und Trekkingfreunden beliebt. Im Hafen stehen noch alte Kolonialgebäude, sowie die Friedenskirche von 1909. Vor der Küste befindet sich große Populationen von Buckel- und Finnwalen.

Tasiilaq liegt an einem als sehr ruhig und idyllisch geltenden Fjord, der Ort ist ein Zentrum für die Umgebung mit Krankenhaus und Schulen. Ittoqqortoormiit liegt im Bereich des Scorebysunds an der Grenze zum Nordost-Grönland-Nationalpark. Der Ort liegt an der Ostküste, die auch lange von Norwegen beansprucht wurde. Qaanaaq oder Thule ist eine besonders bekannte Ortschaft und größter Ort im nördlichen Grönland. In der Nähe liegt auch die Thule Air Base. Im Ort gibt es eine Schule, Krankenhaus, Hotel und ein Museum. 

Kujalleq 

Die Großkommune Kujalleq liegt im äußersten Süden Grönlands. Hier befindet sich u.a. der Ort Nanortalik. Dort ist die Landschaft rau, aber es gibt gute Möglichkeiten für Wanderer und Bergsteiger. In der Nähe liegen die einzigen Wälder Grönlands, wo es Birken bis 5 m Höhe gibt. Im Sommer findet man hier sogar Bienen. Gerne besucht wird auch die kleine Insel Uunartoq, wo es eine heiße Quelle gibt. In der Umgebung findet man sogar eine Goldmine und in den Flüßen kleine Goldstücke, wenn man lange genug sucht und etwas Glück hat. Narsaq hat eine interessante Tierwelt (Wale, Robben, Polarfüchse) und liegt umgeben von grünen Bergen. Hier ist das Klima besonders mild und kann als atlantisch-ozeanisch bezeichnet werden.

In Qaqortoq befindet sich der älteste Springbrunnen Grönlands und einige Gebäude aus dänischer Kolonialzeit. Auch ein Museum ist hier zu finden, sowie in der Umgebung die Granitfiguren aus der Aktion Sten og Menneske.

Qeqqata

Die Großkommune Qeqqata liegt im mittleren Westen Grönlands. Sitz der Kommunalverwaltung ist Sisimiut. Sisimiut liegt zwischem Diskobucht und der Nuukregion. Imposant thront der Hausberg Nasaasaaq über der Stadt. Außerdem ist der Ort Start- oder Endpunkt des bekannten Trekkingpfades Arctic Circle Trail. auch hier ist das Klima noch realtiv mild. Allerdings kann auch hier das Wetter schnell wechseln.

Auf der Zimmermannsinsel befinden sich noch einige Gebäude aus der Walfängerzeit mit Speckhaus und Böttcherei. Hier gibt es auch eine Werft. Die Altstadt hat noch alte Kolonialgebäude zu bieten. Bekannt ist auch die älteste Kirche des Landes von 1775 mit dem Bogen aus Walknochen.

Maniitsoq wird auch das Venedig Grönlands genannt, denn hier gibt es viele kleine Inseln, sowie Brücken. Eines der größten Skigebiete befindet sich am Apussuit-Gletscher mit Möglichkeiten für Alpin- als auch Langlaufski.

Qaasuitsup

Qaasuitsup bedeckt den nördlichen Westen Grönlands. Sitz der Großkommune ist Ilulissat. Der Ort ist besonders bekannt wegen dem Ilulissat-Eisfjord, der zusammen mit einigen anderen der  schönsten Gegenden dieses Planeten zum UNESCO-Weltnaturerbe zählt.

Der Ort ist besonders bekannt wegen dem Ilulissat-Eisfjord, der zum UNESCO-Weltnaturerbe zählt. Sehenswert ist auch das Knud-Rasmussen-Museum, der Ort hat einen Hafen, zwei Fischfabriken und Hubschrauberlandesplatz. Im Winter werden hier auch gerne Hundeschlittenfahrten unternommen. Im Sommer kann man den nordischen Sommer mit Panarama über Diskobucht und Eisfjord genießen. 

Bekannt ist auch die Landschaft um Kangaartsiaq. Eine beliebte Tour führt zum Nordenskjöld-Gletscher und biete eine gute Möglichkeit die Region zu entdecken. Auch Aasiaat wird gerne besucht. Der Ort war einst ein bekannter Ort des Walfangs und lebt auch heute noch vom Fisch- und Krabbenfang. Hier gibt es neben einem Krankenhaus, Schulen und einer Satelittenstation auch einen Flughafen.

Qasigiannguit bietet alte Kolonialbauten, ein Museum und die typischen, farbigen Wohnhäuser an der idyllischen Bucht. Der Ort ist gut per Schiff und Hubschrauber erreichbar und bietet auch Hotels und Restaurants. Das Wetter ist relativ stabil, die Berge im Umland laden zum Wandern ein. Uummannaq war einst Drehort des Film SOS Eisberg. Außerdem findet hier jährlich die Weltmeisterschaft im Eisgolf statt. Bekannt ist auch das Torfsteinhaus sowie die alten Gebäude des Ortes.

Wahrzeichen ist jedoch die Feldsteinkirche. Hier gibt es viele Wale und Robben und gerne werden Kajaktouren wahrgenommen. Imposant ist auch die Fjordlandschaft und die vielen Eisberge der Region. Das nördlichste Freilichtmuseum findet man in Upernavik. In der Region findet man außerdem riesige Vogelfelsen mit Populationen an Lummen und Lundis.  

 

Einige allgemeine Informationen zu den einzelnen Regionen nach Himmelsrichtungen:

 

Nordgrönland

Für alle, die sich einen Eindruck von der gesamten arktischen Schönheit der Insel machen wollen ist der Norden von Grönland genau die richtige Region. Dort kann man im Sommer die anhaltende Mitternachtssonne erleben und im Winter die Nordlichter leuchten sehen. Außerdem sind hier besonders aufregende Fahrten mit dem Hundeschlitten möglich und man kann sich einen Einblick in das traditionelle Leben der Inuit verschaffen, die in dieser Region einige Siedlungen haben. Auch Flüge mit dem Hubschrauber zum Inlandeis oder ein traditioneller Robbenfang sind im Norden von Grönland möglich. Diese Gegend gehört auf jeden Fall zu den beliebtesten Zielen auf Grönland, denn auch im Sommer kann man dort die Gletscher besteigen und sich ansehen, wie die Natur in dieser kalten Region ihre ganz besondere Schönheit offenbart. Nordgrönland ist für alle, die die Natur lieben und sich ein umfassendes Bild vom Leben im Eis machen wollen eine Gegend, deren Besuch sich mehr als lohnen kann, nicht nur wegen der Aktivitäten die möglich sind, sondern auch wegen des besonderen Charmes, den diese Gegend ausstrahlt und den man sofort spürt, wenn man seinen Blick über die weite und weiße Landschaft schweifen lässt. Gerade durch die Inuit und deren Hunde ist dort eine besonders urige Stimmung, die einen schnell in ihren Bann schlägt und nicht mehr loslassen will.

Südgrönland

Die Gegend auf Südgrönland ist besonders reich an Kontrasten und Gegensätzen, die einen Aufenthalt dort zu einem ganz besonderen Erlebnis machen. Auf der einen Seite sieht man dort das Ganze Jahr über eisige Gletscher, die beeindruckend wirken und besondere Möglichkeiten bieten, auf der anderen Seite findet man dort aber auch eine blühende Landschaft vor, die von fruchtbaren Feldern und weidenden Tieren geprägt ist. Hier kann man sich nicht nur einen Einblick in das Leben der Nordländer, sondern auch einen in das der Inuit verschaffen, es ist möglich Fischen zu gehen, man kann die Jagd durch einen grünen Wald genießen und noch einiges derlei mehr. Die Fjorde in der Region von Südgrönland eignen sich sehr gut um mit Schiffen und Booten befahren zu werden, so dass auch eine Tour zum Inlandeis auf der Liste der möglichen Aktivitäten steht. Für ausgedehnte Wanderungen und andere Erlebnisse in der rauen und zugleich milden Natur Grönlands ist diese Gegend genau das Richtige und naturverbundene Menschen, die gerne die Gegend erkunden wollen sind dort auf jeden Fall an der richtigen Adresse. Insbesondere wer auch einmal die andere Seite Grönlands sehen möchte und nicht nur Schnee und Eis, kann sich dort einen fabelhaften Eindruck von diesem Land verschaffen, in  dem es so viele besondere Dinge zu sehen gibt.

Ostgrönland

Ostgrönland ist wohl einer der Teile des Landes, in denen es besonders viele Dinge zu sehen und zu erleben gibt,  hier findet man viele Besonderheiten und vor allem die Möglichkeit unberührte Natur zu erleben. Ostgrönland ist eine der wenigen Regionen der Welt, in der es wirklich noch Gegenden gibt, die nicht besiedelt sind und in denen man keinerlei Spuren von menschlichem Einfluss sehen kann, was für viele Menschen eine ganz besondere Erfahrung ist. Auf der Suche nach einem Souvenir sollte man sich dort die Handwerksstücke der Einwohner einmal näher anschauen, denn diese sind oftmals wirklich faszinierend und wunderschön. Zwei größere und sieben kleinere Ortschaften in dieser Gegend sorgen dafür, das alles überschaubar bleibt und man sich sehr gut zu Recht finden kann. Obwohl in dieser Region nur sehr wenige Menschen leben kann man doch dort einiges unternehmen und viele besondere Dinge erleben. So kann man dort im Sommer zum Beispiel Schiffsfahrten zu den Gletschern oder zum Inlandeis unternehmen. Zudem kann auch mit dem Kajak eine Tour gemacht werden und noch einiges mehr. Im Winter kann man Ski Laufen, mit dem Hundeschlitten fahren, einen Flug mit dem Hubschrauber genießen und das Nordlicht bestaunen, das über den Himmel flackert. Wer möchte kann in dieser Gegend natürlich auch jagen oder fischen gehen und dabei echte Abenteuer erleben. Naturbegeisterte finden in der Gegend von Ostgrönland den größten Nationalpark der Welt vor, durch den man eine Wanderung unternehmen kann. Neben historischen Siedlungen kann man sich dort auch die besondere Schönheit der Natur auf der Insel anschauen und sehen, was dieses spezielle Land so besonders macht.

Westgrönland

Westgrönland ist was die Bevölkerung angeht die Gegend auf Grönland, in der die meisten Menschen leben und dennoch ist die Bevölkerung dort nicht wirklich dicht und man kann Ruhe genießen, wann immer einem der Sinn danach steht. Gut erkunden lässt sich die Region auch auf einer Arktis Kreuzfahrt. Die Fjorde dort frieren in der Regel niemals richtig zu, so dass man sowohl im Sommer als auch im Winter mit Schiffen und Booten dort fahren kann. Dabei findet man oftmals auch die Gelegenheit sich Wale oder Robben anzuschauen, die sich an der Küste tummeln und diese in ihrer natürlichen Umgebung zu beobachten, wozu man sicherlich ansonsten nur selten die Gelegenheit hat. Was die Aktivitäten angeht spielt auch in Westgrönland die freie Natur eine wichtige Rolle. Egal ob man sich Moschusochsen anschauen möchte, eine Fahrt mit dem Hundeschlitten wünscht oder gerne Fischen gehen möchte, das alles ist hier möglich. Zudem bietet Westgrönland auch gute Bedingungen, was Skilaufen angeht, so dass auch hier keine Wünsche offen bleiben. Kulturelle Einrichtungen und Ausstellungen, bei denen man sich über das Leben der Inuit informieren kann runden das Angebot ab und sorgen dafür, dass auch die Kultur nicht zu kurz kommt, wenn man eine Reise nach Grönland unternimmt, selbst wenn die Natur natürlich den größten Stellenwert einnimmt und auch die meisten Highlights zu bieten hat.
 

 

Sehenswürdigkeiten

Auf einer Grönland Reise gibt es natürlich auch einige ganz besondere Sehenswürdigkeiten, die man sich auf keinen Fall entgehen lassen sollte, wenn man sich auch wirklich ein Bild von dieser herrlichen Gegend machen möchte. Diese Sehenswürdigkeiten kommen aus den verschiedensten Bereichen, so dass wirklich für jeden Geschmack etwas Passendes vorhanden ist. Die Sehenswürdigkeiten stellen wir gesondert im Bereich Orte und Regionen vor. Hier beschränken wir uns auf allgemeine Ausführungen.

Natur und Kultur kommen zusammen

Die meisten Sehenswürdigkeiten, die man bei einem Grönlandurlaub bewundern kann kommen direkt aus der Natur, was sie natürlich umso schöner macht und zugleich auch zu etwas Besonderem. Besonders sehenswert sind in dieser arktischen Region natürlich die Eisberge und Gletscher, die man mit einem Schiff erkunden kann oder aber auch aus der Luft sehen kann, wenn man einen Flug mit einem Hubschrauber unternimmt.

Ebenfalls besonders sehenswert ist die besondere Tierwelt, die man auf Grönland vorfinden kann. Hier leben nicht nur Robben und Wale, die man bei einer Fahrt mit dem Boot sogar aus nächster Nähe und ihrer normalen Lebensumgebung bewundern kann, sondern auch riesige Eisbären oder kleine Polarfüchse und noch einiges mehr. Als besonders sehenswert gelten unter den Tieren die Moschusochsen, zu deren Herden meistens auch Touren angeboten werden. Ganz besondere natürliche Schauspiele, deren Zeuge man bei einer Grönland Reise werden kann, sind die Mitternachtssonne, die im Sommer zu sehen ist, und die Polarlichter, die im Winter am Himmel erscheinen und als ganz besonders schön gelten.

Natürlich gibt es bei einem Urlaub in Grönland auch Sehenswürdigkeiten zu entdecken, die eher aus dem kulturellen Bereich kommen. So kann man zum Beispiel in den größeren Ortschaften oftmals interessante Ausstellungen sehen und sich das Kunsthandwerk der Einwohner anschauen, teilweise kann man solche Stücke sogar kaufen. Sehenswert sind auch die kleineren Inuit Dörfer, in denen die Menschen noch ein traditionelles Leben nach den Regeln ihres Volkes führen, was tiefe Einblicke in das Leben in der Arktis möglich macht. Nicht zu vergessen sind die weidenden Schafe und Pferde sowie die blühenden weiten Felder,  die es auf Grönland in einigen Teilen  des Landes besonders im Sommer zu sehen gibt. Ebenfalls reizvoll sind die Fjorde der Insel, die im Sommer teilweise auftauen, so dass man mit einem Schiff zum Inlandeis fahren kann oder in die direkte Nähe von Robben und Walen kommen kann.

Viel zu erleben

Bei einer Reise nach Grönland gibt es also viele Dinge, die wirklich sehenswert sind und die man sich auch auf jeden Fall anschauen sollte. Bedenkt man dazu noch, wie viele Möglichkeiten zur Gestaltung der Freizeit es auf der Insel gibt, egal zu welcher Zeit des Jahres, wird klar, wie schön man seine Zeit auf dieser Insel gestalten kann.

Wer eine Reise nach Grönland plant, der sollte sich darüber im Klaren sein, dass hier bestimmt keine Langeweile aufkommt und man viel zu tun haben wird, bis man wirklich alles gesehen hat und alle Dinge versucht hat, die man dort unternehmen kann. Meist reicht ein Grönland Urlaub alleine dazu gar nicht raus, was sicherlich auch ein Grund ist, weshalb viele Menschen eine solche Reise nur zu gerne noch einmal wiederholen, insbesondere, weil es dort auch viele Dinge gibt, die man sich gerne mehr als nur einmal anschaut und von denen man so schnell nicht genug bekommen kann.

Grönland ist nicht umsonst ein Geheimtipp unter Erlebnisurlaubern, dort ist wirklich einiges geboten und im Vergleich mit anderen Reisezielen oftmals sogar mehr als an Orten, die begehrte Ziele für Massentouristen sind. Ein Ferienhaus wie in Dänemark oder anderen skandinavischen Ländern kann man hier selten mieten, eher wird man in Pensionen und Privatunterkünften untergebracht.

 

Aktivitäten

Bei einer Grönland Reise gibt es einiges, was man als Besucher dieser besonderen Insel erleben kann und die Liste der Aktivitäten ist praktisch endlos, vor allem, wenn man die besondere Natur dieser Gegend zu schätzen weiß und sie gerne näher kennen lernen möchte. Die raue und weite Landschaft eignet sich wunderbar für ausgedehnte Wanderungen, die insbesondere im Sommer und bei milden Temperaturen viel Spaß machen und bei denen man sehr viele schöne Dinge sehen kann. Die Sonne geht dann nicht unter und die ganze Landschaft erstrahlt dann in dem für die Region typischen Licht, dass viele auch von Skandinavien und Island kennen.

Etwas mehr Aufregung bringen Klettertouren durch die Eisberge und die Gletscher, wobei man sich hier auf fachkundige Führung verlassen sollte, um keine unnötigen Risiken einzugehen. Im Winter, in einigen Regionen aber auch das ganze Jahr über, ist Skifahren eine tolle Möglichkeit sich die Zeit zu vertreiben und dabei zugleich auch etwas mehr von der Landschaft zu sehen. Möchte man gerne einmal das Inlandeis sehen oder näher an einen Gletscher heran eignen sich Kajaktouren sehr gut, bei denen man sicherlich viel Spaß haben kann. Sind die Fjorde schneefrei kann man eine solche Fahrt aber auch mit einem normalen Schiff unternehmen und sich dabei direkt auch die Robben und Wale an der Küste anschauen, die dort in ihrem natürlichen Lebensraum besonders imposant sind. In Grönlands Gewässern leben zahlreiche dieser Meeressäuger, bekannt sind u.a. der Grönland-Wal, Minkwal, Narwal, Beluga, Buckelwal und Schwertwal. Walsafaris sind hoch im Kurs. 

Noch mehr Abenteuer bietet während einer Grönland Reise ein Flug mit dem Hubschrauber über das Inlandeis, bei dem man die Landschaft noch einmal aus einer ganz anderen Perspektive sehen kann. Besonders beliebt ist Heliskiing, dass man in Maniitsoq, Uummannaq und Ostgrönland ausüben kann. Es wird je nach Region angeboten von Mitte März bis Anfang Juni, weil dann der Schnee ideal für die Ski und das Snowboard ist.  

Besonders im Sommer sind auch Jagdausflüge möglich, bei denen man sein Geschick unter Beweis stellen kann und natürlich kommen auch solche Menschen auf ihre Kosten, die gerne angeln oder fischen gehen und dies gerne einmal in einer solchen arktischen Umgebung erleben wollen. Was bei einem Grönland Urlaub auch angeboten wird und eine Menge Spaß machen kann sind Touren mit dem Hundeschlitten, wobei es hier sowohl die Möglichkeit gibt, nur ein paar Stunden unterwegs zu sein, als auch Touren zu machen, die mehrere Tage dauern. Bei einer solchen Fahrt bekommt man ein ganz besonderes Bild vom Land und dem Leben der Menschen dort. Mindestens ebenso interessant sind auch die Touren zu den Herden der Moschusochsen, die auf Grönland leben und die man dort in freier Wildbahn erleben kann.

Nicht selten gibt es bei solchen Touren auch noch einige weitere Höhepunkte, die noch mehr Spaß in die Sache bringen. Wer gerne genau wissen möchte, wie die Einheimischen des Landes leben, der bekommt in einem der kleinen Dörfer die beste Möglichkeit sich das einmal aus der Nähe anzusehen, denn viele der Inuit leben noch genau so, wie ihre Tradition das verlangt und sind auch gerne bereit, einen Einblick in ihren Alltag zu gestatten.

 

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