Sehenswürdigkeiten

Beliebteste Reisezeit für Island ist Juni bis September, insbesondere wenn die langen Mittsommertage eine ganz besondere Atmosphäre in Island verbreiten. Die Lichtverhältnisse sind dann überwältigend und die Natur erscheint dann noch imposanter.

Allerdings hat die Insel auch im Winter durchaus ihren Reiz. Eingefrorene Wasserfälle und isländische Weihnachtsstimmung sind durchaus eine Erfahrung. Die dunklen Winter und nur wenig Tageslicht trüben aber diese Zeit etwas ein, allerdings machen es sich die Isländer dann gemütlich und zahlreiche Events besonders in Reykjavik finden in dieser Zeit statt.

„Natur“ ist für einen Islandurlaub aber ein vorherrschendes Stichwort, denn viele Sehenswürdigkeiten auf Island sind der Naturlandschaft zu verdanken. Die Insel aus Feuer und Eis hat einige Gletscher wie der riesige Vatnajökull mit dem gleichnamigen Nationalpark zu bieten. Touren zu diesem Gletscher sind ein besonders Erlebnis, genauso wie der dortige Gletschersee Jökullsarlon.

geologie auf island
Landmannalaugar – nicht nur für Geologen interessant (c)

Geysire, Gletscher und Wasserfälle

Weitere Gletscher Islands sind Langjökull, Hofsjökull, Myrdalsjökull, Drangajökull und der Eyjafjallajökull.

Neben den Gletschern sind natürlich auch die vielen Wasserfälle Islands ein Highlight, das man sich nicht entgehen lassen sollte. Bekanntester Wasserfall ist der Gullfoss im Südwesten Islands. Überhaupt ist der Südwesten Islands die beliebteste Reiseregion des Landes, u.a. natürlich auch aufgrund der Nähe zum internationalen Flughafen Keflavik und der Hauptstadt Reykjavik.

Die meisten Urlauber besuchen zunächst den Goldenen Zirkel mit dem großen Geysir, dem Gullfoss und dem Thingvellir. Thingvellir ist auf jeden Fall wie die beiden anderen Sehenswürdigkeiten einen Besuch wert. Hier gibt es Natur und Geschichte zu entdecken und hier dringt man vor zu den Anfängen der isländischen Republik.

Weitere bekannte Wasserfälle Islands sind der Dettifoss (der von der Wassermenge mächtigste), der Seljalandsfoss, der Haifoss, der Skogafoss, der Godafoss und der Hengifoss. Der Dettifoss wird gerne besucht und ist beeindruckend, von hier aus kann man auch eine kurze Wanderung zum ebenfalls sehenswerten Selfoss machen. Beide befinden sich im Nordosten Islands.

Der höchste Wasserfall des Landes befindet sich im Südwesten Islands und heißt Glymur, er kommt auf eine Fallhöhe von 196 m.

 

Reykjavik und die Städte

Wenn man im Südwesten Islands ist, sollte man natürlich die Hauptstadt Reykjavik besuchen. Die nördlichste Hauptstadt der Welt hat einiges kultiges zu bieten und das Nachtleben ist besser, als man vermuten mag. Es gibt natürlich auch hier einige Sehenswürdigkeiten zu entdecken wie das Nationalmuseum, die Nationalgalerie, die Handschriftensammlung Árni-Magnússon, das Freilichtmuseum Árbæjarsafn, die Domkirche, die Hallgrimskirche mit dem Denkmal für Leif Eriksson, Harpa das Konzerthaus und der Botanische Garten von Reykjavik. Auch ein Spaziergang am Stadtsee Tjörnin ist zu empfehlen.

In Reykjavik befindet sich auch das isländische Parlament im Althinghaus. Die Kuppel von Perlan befindet sich über den Heißwasserspeichern der Stadt, der Gebäudekomplex beinhaltet ein Sagamuseum sowie ein Restaurant und Shops. Weltpolitische Geschichte schrieb das Höfdi-Haus, denn hier trafen sich 1986 US-Präsident Reagan und der sowjetische Staatschef Gorbatschow.

Ein Kulturfest der besonderen Art findet ebenfalls alljährlich am ersten Samstag nach dem 18. August in der Hauptstadt statt: Menningarnótt. Jedes Jahr finden zahlreiche Konzerte mit vielen Bands aus Island statt und neben dem Nationalfeiertag am 17. Juni ist es das Top-Event.

Im Umkreis von Reykjavik gibt es weitere Städte. Kopavogur hat ein Kunstmuseum (Gerdarsafn) und eine sehenswerte Kirche Kópavogskirkja. Im größten Einkaufzentrum des Landes Smáralind findet man auch den Smáratorg-Turm, das höchste Gebäude Islands.

Hafnarfjördur gilt als Elfenhauptstadt Islands. Es gibt einen Stadtplan der City, auf der die Elfenwohnungen eingezeichnet sind. Im Park Víðistaðatún findet man interessante Skulpturen und die Vídistadakirkja. Wahrzeichen der Stadt ist der alte Leuchtturm und im Sommer feiert man an der örtlichen Stabkirche ein Wikinkerfest.

Das Zentrum von Nordisland ist Akureyri, welches idyllisch am Eyjafjördur liegt. Hier treffen während der Saison auch manche Kreuzfahrtschiffe ein. Die Stadt ist ein bedeutendes Versorgungszentrum für das dünn besiedelte Umland. Es gibt viele Geschäfte, ärztliche Versorgung und Bildungseinrichtungen.

Besondere Sehenswürdigkeiten sind die Akureyrarkirkja und Museen wie Kunst-, Heimat- und Naturkundemuseum. Sehenswert ist auch der Botanische Garten. Im Nonnahús lebte einst der isländische Schriftsteller Jon Sveinsson.

Von Akureyri aus kann man auch Sehenswürdigkeiten wie etwa den Myvatn mit seinen Lavaformationen besuchen oder die Asbyrgi-Schlucht.

 

Besondere Highlights

Wenn man auf Island ist, gibt es Dinge, die man auf jeden Fall machen sollte. Letzlich muss das natürlich jeder Urlauber selbst wissen, aber eine Tour auf einem Islandpferd durch das Hochland ist sicherlich etwas besonders. Man sollte dies aber nur im begleitung erfahrener Isländer machen.

Man wird auf Island auch schnell Freude an den heißen Bädern haben – egal ob in freier Natur in einem warmen Fluß oder in einem künstlichen Hotpot. Auch ein Bad in der Blauen Lagune (mehr unter: Blaue-Lagune-Island.de) bei Grindavik nahe Keflavik ist immer ein Erlebnis, dass man sich nicht entgehen lassen sollte.

Nicht weit weg vom Myrdalsjökull findet man den Ort Vik í Myrdal. Der Ort ist bekannt für seinen schwarzen Lavastrand, der als einer der schönsten weltweit gilt. Hier findet man im Juni und Juli auch Papageitaucher und Eisstrumvögel. Wer genug Zeit hat, sollte die Insel komplett umrunden.

Besonders die einsamen Westfjorde sind ein Geheimtipp. Hier findet man viel Natur und Ruhe, aber auch vereinsamte Bauernhöfe. Größte Stadt ist Isafjördur, wo man im ehemaligen Krankenhaus auch ein Kulturzentrum findet, außerdem gibt es im Ort ein Fischereimuseum und die Kunstgalerie Slunkariki.

Islands bekanntester Vulkan ist die Hekla, die man bei Ausflügen im Süden Islands immer wieder sehen kann. Sie ist immerhin 1491 m hoch und bricht in letzter Zeit ca. einmal pro Jahrzehnt aus. Der Vulkan ist nur ca. 107 km von Reykjavik entfernt und im Mittelalter wurde hier das Tor zur Hölle vermutet.

Nicht weit von der Hekla findet man das Gebiet Landmannalaugar, Geologen werden hier ihre Freude haben. Hier findet man farbige Berge, heiße Löcher und vulkanische Erscheinungen. Absolut sehenswert, allerdings gibt es hier im Sommer auch einige Mücken! Man kann auch am nahen See Frostastadavatn wandern oder den Krater Ljotipollur besuchen.

 

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